Ende de Moratoriums - doch ein Ende ist nicht abzusehn

Ende de Moratoriums - doch ein Ende ist nicht abzuseh'n

veröffentlicht 26.03.2025

In  unserem Ortsteil herrschen unakzeptable Verkehrsbedingungen:


  • Die Fußwege sind in weiten Teilen in unzureichendem Zustand (“ortsüblich”) oder fehlen wie in der Zweinaundorfer Straße teilweise ganz.
  • Radverbindungen in die benachbarten Ortsteile wie Stötteritz und Paunsdorf fehlen und auch sonst verhindert der extreme Kfz-Verkehr die Benutzung des Fahrrads.
  • Der Durchgangsverkehr, insbesondere der Verkehr des Mittleren Rings (Paunsdorfer, Engelsdorfer und Sommerfelder Straße) mit werktäglich ca. 20.000 Kfz und der Pendlerverkehr ins Leipziger Umland verursachen grenzübersteigenden Lärm.


Die Stadt sucht laut Stadtentwicklungsplan von 2004 nach einer Lösung zur Verkehrsberuhigung, wurde aber bisher nicht fündig. In den 2000er-Jahren gab es heftige Diskussionen um eine Entlastungsstraße

entlang der Bahnstrecke von Paunsdorf über Stötteritz nach Connewitz (Bahnvariante des Mittleren Rings). Das damalige Verkehrs- und Tiefbauamt hatte 2005 eine solche Straßenführung vorgestellt. Da

die Diskussionen aus dem Ruder liefen, verhängte die Stadt 2015 ein zehnjähriges Moratorium.


Zum Ende dieses Moratoriums beantragte die SPD-Fraktion einen Prüfbericht zur aktuellen Verkehrssituation in Mölkau und Stötteritz (bis Ende 2024) und für 2025 die Erstellung einer Machbarkeitsstudie für die Verkehrsführung in Leipzig-Südost. Am 19.9.2024 wurde dieser Antrag vom Stadtrat beschlossen. Der Prüfbericht wurde vom Dezernat Stadtentwicklung und Bau unter Leiung von Baubürgermeister Thomas Dienberg (Grüne) erst jetzt abgeschlossen und wird den Fraktionen schriftlich zugestellt. Für die Machbarkeitsstudie waren im Haushaltsentwurf 2025/26 entsprechende Mittel eingestellt, Herr Dienberg hat diese aber streichen lassen.


Jahrzehntelang wurden wir hingehalten. Jetzt zeigt die Stadtverwaltung, dass Mölkau für sie nur ein lästiges Anhängsel ist. Die Verkehrssituation außerhalb des Innenstadtrings ist für sie kein Thema.


Dr. Ulrich Rohland

AG Verkehr der Initiative pro Mölkau

Fotos: IpM


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